Glurns, die Stadtmauern des Vinschgaus, die die Zeit unberührt gelassen hat
Glurns, eine der kleinsten ummauerten Städte Europas: weniger als tausend Einwohner zwischen Mauern, Türmen und Arkaden am Fuße des Vinschgaus.
Foto: Tilman2007 (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Ganz im Nordwesten Südtirols, wo sich der Vinschgau zur Schweizer Grenze und den Alpenpässen hin verengt, gibt es einen Ort, der stehengeblieben zu sein scheint. Glorenza, Glurns auf Deutsch, zählt weniger als tausend Einwohner und lässt sich in wenigen Minuten zu Fuß durchqueren. Und doch ist es in jeder Hinsicht eine Stadt: Sie erhielt diesen Status Anfang des 14. Jahrhunderts, als sie ein Handelsknotenpunkt an der antiken Via Claudia Augusta war, jener Straße, die die Poebene mit den germanischen Gebieten verband.
Die Mauern
Was beeindruckt, ist der Mauerring, etwas mehr als einen Kilometer lang und im Wesentlichen intakt geblieben. Man umschreitet ihn ganz, gegliedert durch Türme und drei noch stehende Zugangstore. Die Mauern, die wir heute sehen, entstanden durch einen Wiederaufbau zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert, nachdem die Stadt fast dem Erdboden gleichgemacht worden war. Diese Kontinuität macht sie selten: kein isoliertes Schloss, sondern ein ganzes befestigtes Dorf, das bis zu uns gelangt ist, ohne verändert worden zu sein.
Innerhalb der Mauern
Innerhalb der Mauern ändert sich der Rhythmus. Die Arkaden laufen entlang der Hauptstraßen, schattig und still, gebaut, um vor Sonne und Schnee zu schützen. Unter ihnen wurde einst mit Getreide gehandelt und Zölle gezahlt; heute beherbergen sie einige Läden, ein Café, die hölzernen Schilder. Die niedrigen, verputzten Häuser, mit ihren Gauben und Schrägdächern, erzählen von einer nüchternen und funktionalen Bergarchitektur, fern von Prunk.
Der Rhythmus des Dorfes
Glurns wird ohne Eile und ohne Menschenmassen durchstreift: Hier gibt es weder Schlangen noch Kassen, nur das Geräusch der eigenen Schritte auf dem Kopfsteinpflaster. Das ist seine Stärke und seine Zerbrechlichkeit. Es lohnt sich, eine Nacht zu bleiben, es sich bei Sonnenuntergang leeren zu sehen, wenn die Tagesbesucher wieder abfahren und nur die Mauern bleiben, die nahe Etsch und die noch verschneiten Gipfel im Hintergrund.
Wann hingehen
Die besten Monate sind der späte Frühling und der frühe Herbst, wenn das Licht klar ist und das Tal noch nicht vom sommer- oder winterlichen Tourismus vereinnahmt wird. Von hier aus erreicht man zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Apfelgärten, die Abtei Marienberg und die Wanderwege des Obervinschgaus. Ein guter Ausgangspunkt für alle, die die Alpen ohne Gedränge suchen.
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Anreise
Glurns liegt im oberen Vinschgau in Südtirol: Mit dem Auto erreicht man den Ort, indem man von Meran aus die Staatsstraße SS38 nach oben fährt oder vom Reschenpass herunterkommt. Die Bahnverbindung ist die Vinschgerbahn (Meran-Mals); vom nächstgelegenen Bahnhof geht es mit den örtlichen Linienbussen weiter. Die wichtigen Flughäfen sind Bozen, Innsbruck und Verona.
Praktische Reiseführer für Bozen
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Glurns?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Glurns è affollata?
Glurns è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Glurns?
Glurns si trova in Glurns, Trentino-Südtirol, Italien.
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Abitanti ai censimenti (fonte ISTAT, serie storica via Wikipedia).
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Mals - Malles Venosta ~1 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Engadin Airport SMV ~53 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.