Capraia: die Insel des Toskanischen Archipels, auf die niemand kommt
200 Einwohner, ein einziger Hafen, kein Sandstrand: Capraia ist die wildeste Insel der Toskana, zwischen Korsika und Elba.
Foto: Raisdragut at Italian Wikipedia (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Capraia ist eine vulkanische Insel im Toskanischen Archipel, auf halber Strecke zwischen Elba und Korsika. Rund 200 Menschen leben im einzigen Ort – der Hafen unten, das Dorf oben –, der Rest der Insel ist nahezu unbewohnt: Macchia mediterranea, Ziegenpfade, nur vom Meer aus erreichbare Buchten.
Man kommt mit der Fähre von Livorno, eine dreistündige Überfahrt über den Kanal von Piombino. Bei der Ankunft empfängt einen ein schmaler Hafen, eingebettet zwischen roten Vulkanfelsen, und ein genuesischer Turm, der den Zugang bewacht. Das Dorf liegt oben und ist zu Fuß in fünfzehn Minuten über eine gepflasterte Straße erreichbar.
Capraia hat keine Sandstrände – nur Buchten aus Vulkangestein, wo man vom Rand ins Wasser springt. Der Stagnone, ein kleiner Süßwassersee im Krater eines alten Vulkans, ist eines der ungewöhnlichsten Naturhabitate des Mittelmeers: Reiher und Zugvögel besuchen ihn, und die Stille ist absolut.
Die Wanderwege durchqueren die Insel von Norden nach Süden und führen durch ständig wechselnde Landschaften: niedrige, windgepeitschte Macchia an der Westküste, Steineichenwälder im Inneren, Küstenwiesen an der Ostseite. Das Forte San Giorgio, ganz oben auf der Insel, bietet ein 360-Grad-Panorama, das Korsika, Elba, Gorgona und die toskanische Küste umfasst.
Geschlafen wird in den wenigen Pensionen des Hafens oder des Dorfes, gegessen in den zwei Trattorien, die mittags und abends öffnen. Viel mehr gibt es nicht zu tun – und das ist der Punkt. Capraia ist eine Insel, auf der das Tun dem Sein weicht: Man wandert, schwimmt, liest, schaut aufs Meer.
Die beste Reisezeit sind Mai bis Juni und September bis Oktober. Im Sommer belebt sich die Insel ein wenig, wird aber nie überfüllt – die Fähre hat begrenzte Kapazität, und das ist der beste Anti-Massen-Filter, den es gibt.
Capraia ist das Gegengift zu Elba: keine Strandbäder, keine Diskotheken, kein Fährenkarussell. Nur eine Insel aus Fels und Wind, auf der das Mittelmeer noch wild ist.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Capraia?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Capraia è affollata?
Capraia è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Capraia?
Capraia si trova in Capraia, Toskanischer Archipel, Toskana, Italien.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Bastia ~50 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.