Züge statt Flugzeuge: warum die Reise auf Schienen die Zukunft des langsamen Tourismus ist
Billigflüge für 9 Euro, aber zu welchem Preis? Der Zug ist langsamer, schöner und nachhaltiger. Warum es sich lohnt, auf die Schienen zurückzukehren.
Der Billigflug hat das Reisen demokratisiert, das ist unbestreitbar. Aber er hat auch die Art verändert, wie wir uns bewegen: Wir sind zu Konsumenten von Destinationen geworden, nicht mehr zu Reisenden. Man fliegt fürs Wochenende nach Barcelona, kehrt Sonntagabend nach Hause zurück, und von dieser Reise bleiben kaum mehr als ein paar Fotos und ein Handgepäck.
Der Zug erzählt eine andere Geschichte. Du steigst ein, setzt dich, und die Landschaft beginnt vorüberzuziehen. Du durchquerst nicht eine weiße Leere auf zehntausend Metern: Du durchquerst Felder, Hügel, Provinzbahnhöfe mit Geranien am Fenster. Die Reise ist nicht die tote Zeit zwischen Zuhause und Ziel: Sie ist schon das Ziel.
In Italien sind die Regionalzüge eine der besten Möglichkeiten, das echte Land zu entdecken. Die Faentina, die den toskanisch-romagnolischen Apennin durchquert, die Circumetnea, die um den Ätna herumfährt, die Transiberiana d'Italia zwischen Sulmona und Isernia. Es sind Strecken, die kein Flug ersetzen kann, denn der Wert liegt im Weg, nicht in der Ankunft.
Die Kosten sprechen für sich. Ein Regionalzug von Bologna nach Florenz kostet unter zehn Euro. Von Neapel nach Sapri entlang der Küste weniger als fünfzehn. Das sind Summen, die den Zug auch gegenüber dem günstigsten Flug wettbewerbsfähig machen, wenn man die versteckten Kosten des Fliegens bedenkt: den Transfer zum Flughafen, die Wartezeiten, das kostenpflichtige Gepäck, den Stress.
Dazu kommt die Umweltfrage. Ein Flug Rom-Mailand stößt rund 140 kg CO2 pro Passagier aus. Der gleiche Zug weniger als 30. Für einen Vielreisenden ist der Unterschied enorm. Und es geht nicht darum, auf das Reisen zu verzichten: Es geht darum zu wählen, wie man es tut.
Für europäische Reisen ist der Zug wieder wettbewerbsfähig geworden. Nachtzüge verbinden erneut die Hauptstädte: Wien-Rom, Paris-Mailand, Berlin-Zürich. Man reist am Abend ab, schläft im Liegewagen, kommt morgens an. Es ist ein Erlebnis, das nach echter Reise schmeckt, nicht nach Transfer.
Eine Zugreise zu organisieren erfordert etwas mehr Planung, aber die Werkzeuge sind da. Trainline, Omio, die Websites der nationalen Bahnen: Sie genügen, um eine maßgeschneiderte Route zu bauen. Der Tipp ist, lange Strecken mit Vorlauf zu buchen (die Preise steigen) und bei Regionalzügen flexibel zu bleiben (Tickets sind spontan erhältlich).
Der Zug verändert auch die Art des Reiseziels, das du wählst. Wenn du auf Schienen reist, sind die erreichbaren Orte andere: keine internationalen Flughäfen, sondern Provinzbahnhöfe. Und es sind oft die interessantesten Orte, jene, wo der Massentourismus nicht ankommt, weil es keinen Direktflug gibt.
Es ist keine Nostalgie: Es ist eine bewusste Entscheidung. Der Zug ist langsamer, ja. Aber in dieser Zeit gewinnst du etwas, was das Flugzeug dir nicht geben kann: das Gefühl für die Distanz, die Wahrnehmung des Territoriums, die Entdeckung dessen, was dazwischen liegt. Und oft ist das, was dazwischen liegt, der schönste Teil der Reise.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Züge statt Flugzeuge?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Züge statt Flugzeuge?
Züge statt Flugzeuge si trova in Italien.