Gut essen und wenig ausgeben: der Reiseführer für lokale Aromen
Trattorien mit Fixpreis-Menüs, Wochenmärkte, Dorfbäckereien. Wie man in Italien hervorragend isst, ohne ein Vermögen auszugeben.
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Die italienische Küche ist wohl der beste Grund, in dieses Land zu reisen, und die gute Nachricht lautet: Die besten Sachen kosten oft weniger als die mittelmäßigen. Das Touristenrestaurant mit Speisenfotos an der Tür ist fast immer teurer und enttäuschender als die Trattoria ohne Schild, in der Oma und Tochter kochen.
Die goldene Regel ist einfach: Iss dort, wo die Einheimischen essen. Suche die Orte, an denen mittags die Schlange der Arbeiter und Angestellten steht. Es sind die Trattorien mit dem handgeschriebenen Tagesmenü, wo du für 10-15 Euro Vorspeise, Hauptspeise, Beilage, Wasser und Kaffee bekommst. Sie gibt es überall in Italien, aber du musst außerhalb der monumentalen Innenstadt suchen.
Die Wochenmärkte sind das Paradies für Reisende mit knappem Budget. Jede Stadt und jedes Dorf hat einen, meist morgens. Saisonobst, lokale Käse, frisch gebackenes Brot, Oliven, Wurstwaren: Mit 10 Euro machst du ein Mittagessen für zwei, an das du dich lange erinnern wirst. Nimm ein Messerchen, ein Brettchen und ein paar Servietten mit und suche eine Bank mit Aussicht.
Die Dorfbäckereien sind eine unterschätzte Institution. Pizza al taglio, Focaccia, Schiacciate, Calzoni: Jede Region hat ihre Backspezialität, und die Kosten übersteigen selten 3-4 Euro für eine Mahlzeit. In Apulien die Focaccia barese mit Kirschtomaten. In Ligurien die Focaccia di Recco mit Stracchino. In Sizilien die Arancini aus der Bäckerei um die Ecke. Perfekte Gerichte zum Essen im Gehen.
Die Dorffeste und Sagre sind eine weitere Ressource. Von April bis Oktober findet jedes Wochenende in irgendeinem italienischen Dorf ein Fest zu einem lokalen Produkt statt. Wildschwein-, Kastanien-, Steinpilz- oder Sardellenfest. Man isst gut, gibt wenig aus, lebt die festliche Dorfstimmung. Die Kalender der Sagre findet man online mit einer Suche nach Region und Monat.
Zum Frühstück lass die Idee des Hotelbuffets sein und geh in die Bar. Cornetto und Espresso am Tresen: zweieinhalb Euro. Das ist das italienische Frühstück, und es ist perfekt. Wenn du etwas Herzhafteres möchtest, haben die Dorfbars oft gefüllte Brioches, frisch zubereitete Tramezzini und hausgemachte Kuchen.
Zum Abendessen sind Enoteche mit Platten eine hervorragende Alternative zum Restaurant. Eine Platte mit lokalen Wurstwaren und Käse, ein Glas regionalen Weins: Du gibst 12-18 Euro aus und speist mit hochwertigen Produkten, oft besseren als denen im Restaurant nebenan.
Ein letzter Rat: das Wasser. In Italien gibt es überall öffentliche Trinkwasserbrunnen. Nimm eine Trinkflasche mit, fülle sie auf und spare 2-3 Euro pro Mahlzeit, die du für Wasser in Flaschen ausgegeben hättest. Auf einer Reisewoche sind das 20-30 Euro mehr für echtes Essen.
Gut in Italien zu essen ist kein Luxus. Es ist ein Recht des Reisenden, sofern er weiß, wo er suchen muss. Und die Suche ist Teil des Vergnügens.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Gut essen und wenig ausgeben?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Gut essen und wenig ausgeben?
Gut essen und wenig ausgeben si trova in Italien.