Linosa: die Vulkaninsel zwischen Sizilien und Afrika, die der Tourismus vergessen hat
Drei erloschene Vulkane, 450 Einwohner, kein einziges Luxushotel: Linosa ist die abgelegenste Insel Italiens, auf halbem Weg zwischen Sizilien und Tunesien.
Foto: Giovan Ombrello (CC BY 4.0) — Flickr
Linosa ist eine Vulkaninsel 160 km südlich von Sizilien und 160 km nördlich von Tunesien, mitten in der Straße von Sizilien. Sie gehört zusammen mit Lampedusa zu den Pelagischen Inseln, doch während Lampedusa zum Symbol und Reiseziel geworden ist, ist Linosa das geblieben, was sie immer war: ein Vulkan im Meer, bewohnt von wenigen hundert Menschen, die vom Fischfang und vom Land leben.
Man kommt mit der Fähre von Lampedusa oder von Porto Empedocle – die Überfahrt ist lang und oft bewegt, was den Massentourismus besser abschreckt als jede Barriere. Bei der Ankunft empfangen einen ein winziger Hafen, bunte Häuser und eine Stille, die nach dem Motorengedröhn beinahe unwirklich wirkt.
Die Insel ist klein – in ein paar Stunden umrundet man sie zu Fuß – und ganz vulkanisch: drei erloschene Kegel, schwarze Felsen, Strände aus dunklem Vulkansand. Die mit Linsen und Kapern bepflanzten Terrassen ziehen sich die Vulkanflanken hinauf und schaffen eine geometrische Landschaft aus Trockenmauern und Gärten. Die Häuser sind in lebhaften Farben gestrichen – blau, gelb, grün – im Kontrast zum Schwarz des Gesteins.
Das Meer rund um Linosa gehört zu den saubersten des Mittelmeers. Die Buchten sind zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar, mit vulkanischem Felsgrund, auf dem Zackenbarsche und Tintenfische ungestört schwimmen. Von Juni bis September kommen die Unechten Karettschildkröten hierher, um an den Stränden ihre Eier abzulegen – es ist eine der wenigen Nistplätze Italiens.
Es gibt keine Resorts, keine Spas, kein Nachtleben. Man schläft in den Häusern des Ortes, isst in den drei Trattorien, die im Sommer öffnen, kauft den Fisch direkt bei den Fischern am Hafen. Abends geht man ziellos durch das Dorf, plaudert mit den Einheimischen, blickt in den Himmel – der hier ohne Lichtverschmutzung zu den schönsten des Mittelmeers zählt.
Die beste Zeit ist Mai-Juni und September-Oktober. Im Juli-August ist die Insel stärker besucht, aber nie überlaufen. Im Winter ist sie fast menschenleer – die Fähre kommt, wenn sie kommt, und wer da ist, bleibt, um zu bleiben.
Linosa ist kein Reiseziel – sie ist ein Ort. Der Unterschied liegt darin, dass ein Reiseziel besucht und wieder verlassen wird; ein Ort verändert dich, und ein Teil von dir bleibt zurück.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Linosa?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Linosa è affollata?
Linosa è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Linosa?
Linosa si trova in Linosa, Pelagische Inseln, Sizilien, Italien.
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