Wo man in Modena isst: Tortellini, Balsamico und Lambrusco
Führer durch die Aromen Modenas: Tortellini in Brühe, Tigelle, Gnocco fritto, traditioneller Balsamico-Essig und die besten Restaurants und Trattorien zwischen Zentrum und Modeneser Land.
Foto: Interncraq (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Modena: der Tempel der emilianischen Gastronomie
Modena ist eine der Welthauptstädte des Essens. Hier ist der Tortellino eine Religion, der traditionelle Balsamico-Essig ein Schatz, der jahrzehntelang auf den Dachböden reift, und der Lambrusco – allzu oft unterschätzt – ist der perfekte Wein zu einer reichen und großzügigen Küche. Ob im Sternerestaurant oder in einer Landgasthaus-Trattoria: In Modena isst man überall göttlich.
Die heiligen Gerichte
Tortellini in brodo
Das Gericht der Gerichte. Frische Pasta gefüllt mit Schweinelende, Rohschinken, Mortadella und Parmesan, serviert in einer klaren, duftenden Fleischbrühe. Die korrekte Größe entspricht einem kleinen Fingernagel. Nehmen Sie keine Tortellini in Sahne an: Das ist Modeneser Ketzerei.
Gnocco fritto
In Öl (oder für Puristen in Schmalz) frittierter Brotteig, aufgebläht und innen hohl, serviert mit Aufschnitt und Käse. Der perfekte Begleiter zum Lambrusco.
Tigelle (crescentine)
Runde Teigscheibchen, gebacken zwischen Tonplatten, gefüllt mit Modeneser Pesto (Speck, Rosmarin und Knoblauch, im Mörser zerstoßen), Wurst und Käse. In Modena heißen sie Crescentine; die Tigelle sind die Platten.
Zampone und Cotechino
Gekochte Wurstwaren, traditionell zur Weihnachtszeit, aber ganzjährig in guten Trattorien erhältlich. Der Zampone wird mit Linsen oder Kartoffelpüree serviert.
Aceto Balsamico Tradizionale di Modena DOP
Nicht das Supermarkt-Würzmittel: Der echte traditionelle Balsamico reift mindestens 12 Jahre (bis zu 25 Jahre und mehr) in Fassbatterien aus verschiedenen Hölzern. Er wird tröpfchenweise auf Parmesan, Erdbeeren oder Vanilleeis verwendet. Die Acetaie öffnen für Besuche und Verkostungen.
Wo man isst
Historisches Zentrum
Via Emilia, Piazza Grande und die angrenzenden Gassen konzentrieren historische Trattorien, moderne Restaurants und Feinkostläden. Der Mercato Albinelli ist das gastronomische Herz: Stände mit frischer Pasta, Metzgereien, Käse und kleine Bars, an deren Theke man mit einem Glas Lambrusco zu Mittag isst.
Via Gallucci und Universitätsviertel
Von Studenten frequentierte Trattorien mit reichhaltigem Menü fisso zu moderaten Preisen. Hier isst man wie bei der Modeneser Oma zu Hause.
Modeneser Umland
Die Trattorien außerhalb der Stadt (Richtung Castelvetro, Vignola, Nonantola) bieten die authentischste Küche. Der Gnocco fritto wird hier noch in Schmalz frittiert, die Tortellini von Hand gemacht und der Lambrusco kommt vom Bauern.
Erlebnisse, die man nicht verpassen sollte
- Besuch einer traditionellen Acetaia zur Verkostung von 25 Jahre gereiftem Balsamico
- Mercato Albinelli für ein Mittagessen an der Theke mit gebackenen Tortellini und Lambrusco
- Ein Abendessen in einer Landgasthaus-Trattoria mit Verkostung von Lambrusco di Sorbara und Grasparossa
- Das Crescentine-Fest in Pavullo nel Frignano (Sommer)
Budget-Tipps
- Tortellini in Brühe in Trattorien kosten 10-15 Euro
- Gnocco fritto mit Aufschnitt kostet 8-14 Euro
- Das Menü fisso in Studenten-Trattorien kostet 10-14 Euro
- Am Mercato Albinelli kostet ein Mittagessen an der Theke 8-12 Euro
- Besuche in Acetaie kosten 10-15 Euro mit Verkostung
- Landgasthaus-Trattorien bieten komplette Menüs mit Wein für 20-30 Euro
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Wo man in Modena isst?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September, Oktober e November, quando è meno affollata.