Cammino Naturale dei Parchi: zu Fuß von Rom nach L'Aquila
Der Cammino Naturale dei Parchi verbindet Rom mit L'Aquila und durchquert zu Fuß sieben Schutzgebiete zwischen Sabina, Cicolano und Gran Sasso. Es ist eine junge, noch wenig bekannte grüne Route, die verkehrsreiche Straßen meidet und durch Dörfer, Täler und Berge fernab der großen Touristenströme führt.
Foto: Verdenex84 (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Unter den italienischen Fernwanderwegen ist der Cammino Naturale dei Parchi einer der jüngsten und am wenigsten bekannten – und gerade das macht ihn besonders. Aus der Idee entstanden, zwei nahe, aber sehr unterschiedliche Hauptstädte, Rom und L'Aquila, zu Fuß zu verbinden, durchquert er eine Abfolge von Schutzgebieten in Latium und den Abruzzen, immer über Pfade, Saumwege und Bergdörfer statt über Straßen. Das Ergebnis ist ein langer grüner Korridor, der den mittleren Apennin fernab des Massentourismus durchschneidet, wo man mehr Hirten und Wanderer als Menschenmassen trifft.
Die Route
Die Route beginnt in Rom und lässt die Stadt bald hinter sich, um in die Sabina aufzusteigen, ein Land aus Olivenhainen, Abteien und Dörfern mit Blick auf das Tal des Tibers und des Aniene. Entlang der Strecke durchquert und streift man verschiedene apenninische Schutzgebiete: Die Landschaften wandeln sich allmählich, von den sanften Hügeln der Sabina zu den rauheren Erhebungen des Cicolano, der Bergregion um den Fluss Salto, bis ins Herz der Abruzzen. Hier tritt der Weg in den Bereich des Nationalparks Gran Sasso und Monti della Laga ein, streift die Riserva delle Montagne della Duchessa in der Velino-Gruppe und nähert sich dem großen Massiv des Gran Sasso mit seinen Hochgebirgshorizonten, bevor er nach L'Aquila hinabsteigt, der vom Erdbeben verwundeten Steinstadt und Symbol des Wiederaufbaus.
Die Reise gliedert sich in mehrere Etappen, die jeweils an einem Tag zurückgelegt werden und in einem Ort enden, wo man Unterkunft findet. Unterwegs trifft man auf historische Dörfer, Einsiedeleien, Abteien, Hochweiden und Buchenwälder in einem Wechselspiel aus Natur und Kultur, das der eigentliche rote Faden des Wegs ist. Er verlangt Training und Anpassungsvermögen, weil einige Abschnitte anspruchsvoll sind und die Serviceangebote nicht so dicht sind wie auf den bekannteren Wegen, aber gerade diese Schlichtheit macht seinen Reiz aus.
Anders als auf den großen Wegen, die inzwischen zum Massentourismus gehören, geht man hier nicht in Reihen: Es kommt vor, dass man stundenlang keinem anderen Wanderer begegnet, fast entvölkerte Dörfer durchquert, wo die Ankunft eines Wanderers noch ein kleines Ereignis ist, und in einfachen, mit Wärme geführten Unterkünften der Einheimischen schläft. Diese Einsamkeit ist keineswegs eine Grenze, sondern das kostbarste Geschenk der Route: Sie erlaubt es, die Stille des Zentralapennins wiederzuentdecken, die Tierwelt ungestört zu beobachten und in echten Kontakt mit einem inneren Italien zu treten, das zu oft am Rand der touristischen Routen bleibt.
Die Logistik
Logistisch sind die Endpunkte des Wegs leicht erreichbar: Rom ist mit allen Verkehrsmitteln bedient, L'Aquila ist mit Bussen aus der Hauptstadt und den wichtigsten Städten verbunden. Für die Zwischenpunkte empfiehlt es sich, sich über den lokalen Verkehr zu informieren, der es ermöglicht, den Weg an mehreren Stellen zu erreichen oder zu verlassen, um ihn auch etappenweise an verschiedenen Wochenenden zu gehen, ohne ihn am Stück bewältigen zu müssen. Man bewegt sich naturgemäß zu Fuß, folgt der Beschilderung und den offiziellen Routenspuren, und es lohnt sich, Karten und Kontakte der Unterkünfte im Voraus zu besorgen, denn in manchen Dörfern gibt es nur wenige Betten.
Wann gehen
Die beste Zeit ist von Mai bis Juni und dann September. Im Spätfrühling ist der Schnee auch auf den höchsten Abschnitten in der Nähe der Montagne della Duchessa und des Gran Sasso zurückgewichen, die Wiesen blühen, und die langen Tage erlauben gemächliche Etappen ohne Eile. Der September bietet angenehme Temperaturen, klare Luft und die Ruhe nach dem Sommer. Diese Monate umgehen zwei Hindernisse: die Härte des apenninischen Winters, der die Höhenpässe unpassierbar macht, und die große Sommerhitze, die auf den tieferen, sonnigen Abschnitten ermüdet. In jedem Fall ist die Einsamkeit auf diesem noch wenig begangenen Weg in allen Jahreszeiten fast garantiert.
Praktische Tipps
Ein praktischer Tipp: Buchen Sie die Unterkunft immer im Voraus, besonders in den kleineren Dörfern, wo die Gastfreundschaft begrenzt ist, und melden Sie Ihre Ankunft an, denn in vielen Fällen sind es Familien oder kleine Strukturen, die die Bewirtung übernehmen. Nehmen Sie einen leichten, aber vollständigen Rucksack mit, mit Zwiebelprinzip-Kleidung und gut eingelaufenen Wanderschuhen, und planen Sie die Etappen sorgfältig nach Wasser- und Lebensmittelversorgung, die in manchen Bergabschnitten weit entfernt sein können. Langsam zu gehen bedeutet hier auch, anzuhalten und mit den Menschen zu sprechen, denen man begegnet: Sie sind die wahren Führer dieses verborgenen Wegs.
Praktische Leitfäden für Como
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Cammino Naturale dei Parchi?
Il periodo consigliato è Mai, Juni e September, quando è meno affollata.
Dove si trova Cammino Naturale dei Parchi?
Cammino Naturale dei Parchi si trova in Latium-Abruzzen, Italien.