Darb al-Asfar, Islamisches Kairo, Kairo, Ägypten

Bayt al-Suhaymi: das osmanische Hofhaus, versteckt in Darb al-Asfar, in Kairo

Wenige Schritte von der al-Muizz-Straße entfernt, ein Wohnhaus von 1648 mit grünem Innenhof, Brunnen und Maschrabiya. Das islamische Kairo, das fast niemand betritt.

Foto di Darb al-Asfar, Islamisches Kairo, Kairo, Ägypten — Bayt al-Suhaymi: das osmanische Hofhaus, versteckt in Darb al-Asfar, in Kairo

Foto: Francesco Gasparetti from Senigallia, Italy (CC BY 2.0) — Wikimedia Commons

Die Straße al-Muizz li-Din Allah ist eine der meistfotografierten Straßen des islamischen Kairo: mamelukische Minarette, restaurierte Sabile, Lampenverkäufer und abends Menschenströme. Die meisten Besucher gehen sie ganz entlang, ohne in die Seitenstraßen zu blicken. Eine davon ist Darb al-Asfar, eine enge Gasse an der Ostseite. Wenige Meter im Inneren verbirgt sich rechts hinter einer hohen, fast blinden Steinfassade Bayt al-Suhaymi, eines der am besten erhaltenen osmanischen Palasthäuser Ägyptens.

Der Innenhof

Von außen verspricht es nicht viel, und genau das ist der Punkt: Die häusliche Architektur des osmanischen Kairo kehrte der Straße den Rücken zu, um die Intimität der Familie zu schützen. Nach dem gewinkelten Eingang (einem Korridor, der abbiegt, um die direkte Sicht von außen zu verhindern) tritt man in den Sahn, den Innenhof. Hier gibt es einen kleinen Garten mit Palmen und Pflanzen, einen Brunnen und ringsum die offenen und verzierten Innenfassaden. Der Kontrast zur Außenmauer ist das, was am meisten beeindruckt: Das Gebäude behält sein Grün und seinen Schatten für sich.

Das älteste Haus wurde 1648 von Abdel Wahab el Tablawy erbaut. 1796 fügte Haji Ismail Chelebi den zweiten Teil hinzu und vereinte die beiden Baukörper; das Haus trägt den Namen des letzten Bewohners, Scheich Muhammad Amin as-Suhaymi: Die Familie besaß es über Generationen und vergrößerte es, indem sie die Nachbarhäuser einbezog, bis daraus der gegliederte Komplex wurde, den man heute besichtigt. Es ist im osmanischen Stil erbaut, mit getrennten Etagen für Männer und Frauen, nach der traditionellen Aufteilung der häuslichen Räume. Beim Aufsteigen und Durchqueren der Räume sieht man noch weitgehend intakte Böden aus eingelegtem Marmor, bemalte Holzdecken und Holzmobiliar.

Die Maschrabiyas

Das Detail, das den Eintritt wert ist, sind die Maschrabiyas: die aus gedrechseltem Zedernholz gefertigten Gitter, die die Fenster und inneren Balkone verschließen. Sie ließen gefilterte Luft und Licht hindurch und erlaubten es, jene darunter zu sehen, ohne selbst gesehen zu werden – vor allem aus den zum Hof hin gelegenen Frauenräumen. Im Gegenlicht betrachtet sind sie ein feinstes Gitter; berührt sind sie Schreinereistücke, die ohne Nägel zusammengesetzt sind. Steigt in die oberen Etagen: Von den Logen hat man den besten Blick auf den Hof und die Dächer des Viertels.

Vom Museum zur Restaurierung

Das Haus hatte auch nach der Familie Glück. 1931 verkauften die Suhaymi es an das Comité de Conservation des Monuments de l'Art Arabe, die Behörde, die viele Denkmäler des historischen Kairo rettete. 1996 hat eine vom Arabischen Fonds für Wirtschaftliche und Soziale Entwicklung finanzierte Restaurierung auch die angrenzenden Häuser des Komplexes wiederhergestellt (Mostafa Ga'afar, Sabil-Kuttab von Qitas und Kharazaty). Heute ist es ein Museum, das sowohl der Architektur als auch der Folklore gewidmet ist und gelegentlich kleine Konzerte traditioneller Musik im Hof veranstaltet.

Warum geht man vorbei, ohne einzutreten? Weil es in einer Seitenstraße und nicht an der Hauptstraße liegt, weil die Fassade nicht einlädt, und weil, wer auf al-Muizz geht, dazu neigt, die großen und beleuchteten Denkmäler anzusteuern. Ergebnis: Selbst an vollen Tagen ist man im Bayt al-Suhaymi zu wenigen, und der Hof bleibt einer der ruhigsten und schattigsten Winkel der Gegend.

Anreise

So kommt man hin: Man befindet sich im Herzen des islamischen Kairo, am nördlichen Ende der al-Muizz-Straße, nahe Bab al-Futuh und der Moschee von al-Hakim. Von der Metrostation Bab al-Shaaria (Linie 3) sind es etwa zehn Minuten zu Fuß; alternativ Taxi oder Ride-Hailing bis Bab al-Futuh und dann zu Fuß in die Gasse. Empfehlenswert ist der frühe Morgen, wenn das Licht den Hof durchschneidet und die Touristenbusse noch nicht angekommen sind. Überprüft vor Ort Öffnungszeiten und Ticket, die sich ändern können; der Eintritt ist kostenpflichtig.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Bayt al-Suhaymi?

Il periodo consigliato è Oktober, November, Februar, März e April, quando è meno affollata.

Bayt al-Suhaymi è affollata?

Bayt al-Suhaymi è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.

Dove si trova Bayt al-Suhaymi?

Bayt al-Suhaymi si trova in Darb al-Asfar, Islamisches Kairo, Kairo, Ägypten.

Adatto a: Ottobre Novembre Febbraio Marzo Aprile

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