Valle di Cembra und die Erdpyramiden: die Cheminées de fées des Trentino
Ein wenig bekanntes Weintal verbirgt seltene geologische Formationen: Erdspitzen, gekrönt von Findlingen, stille Naturskulpturen zwischen den Weinbergen.
Foto: Syrio (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Die Valle di Cembra ist – wenn überhaupt – bekannt für den Müller-Thurgau, der auf ihren terrassierten Hängen angebaut wird, einen frischen Weisswein, den einige aufmerksame Önologen in den letzten Jahren aufzuwerten begonnen haben. Doch der geologische Grund, hierherzukommen, ist nicht der Wein, sondern es sind die Erdpyramiden – Erosionsformationen von bis zu 30 Metern Höhe, die den linken Talhang auf spektakuläre und völlig unerwartete Weise übersäen.
Was sie sind und wie sie entstehen
Die Pyramiden von Segonzano – so heisst die Ortschaft, von der aus die wichtigsten Formationen erreichbar sind – sind das Ergebnis jahrtausendelanger selektiver Erosion. Ein Findling, den die Gletscher der letzten Eiszeit zurückgelassen haben, schützt die darunterliegende Säule aus weicher Erde vor der Kraft des Regens. Die umliegende Erde wird abgetragen, die Säule bleibt stehen. Das Ergebnis sind spitze Türme mit einer Steinkappe, in ihrer Form identisch mit jenen des Vallée des Merveilles in Frankreich oder den Cheminées de fées Kappadokiens, aber nur wenige Kilometer von Trient entfernt. Der Besuch ist kostenlos, der ausgebaute Wanderweg ganzjährig geöffnet.
Der Weg zwischen den Pyramiden
Von Segonzano aus führt der Weg rund 400 Höhenmeter zum Talboden hinunter und dann in einer Rundtour von etwa drei Stunden wieder hinauf. Die grössten Pyramiden befinden sich im ersten Abschnitt, sichtbar von einem Aussichtspunkt mit Erläuterungstafeln in Italienisch und Deutsch. Die Stille ist fast vollkommen: hin und wieder ein deutscher Wanderer in der Nebensaison, Trentiner Familien an den Septemberwochenenden. Es gibt weder Bars noch Restaurants auf dem Weg: Wasser und etwas zu essen sollte man mitnehmen.
Das Weintal und die Dörfer, die man nicht verpassen sollte
Wer das Tal Richtung Cembra hinaufsteigt, findet lokale Weingüter, die auf Anmeldung besucht werden können – die Cantina di Cembra produziert einen Müller-Thurgau IGT, den man vor Ort verkosten sollte. Der Ort Cembra selbst, mit seiner romanischen Pfarrkirche und den an den Hang geschmiegten Häusern, besitzt eine ungezwungene architektonische Qualität, die viele berühmtere Trentiner Dörfer verloren haben. Das Tal erreicht man von Trient aus in etwa 30 Minuten über die SS612, eine Panoramastrasse mit Blick auf den Monte Calisio.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Valle di Cembra und die Erdpyramiden?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, Juli, August, September e Oktober, quando è meno affollata.
Valle di Cembra und die Erdpyramiden è affollata?
Valle di Cembra und die Erdpyramiden è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Valle di Cembra und die Erdpyramiden?
Valle di Cembra und die Erdpyramiden si trova in Valle di Cembra, Segonzano, Trentino, Italien.