Die Klosterruine in Berlin: die gotische Backsteinkirche einen Katzensprung vom Alexanderplatz
In Berlin-Mitte die Ruine der Franziskanerkirche von 1250: Backsteingotik, freier Eintritt und Kunstausstellungen, übersehen von den Massen am Alexanderplatz.
Foto: rundenreisen.org (CC BY 4.0) — Flickr
In der Klosterstraße 73a im Berliner Stadtteil Mitte stehen die entdeckten Mauern einer gotischen Kirche des 13. Jahrhunderts. Es ist die Ruine der Franziskaner-Klosterkirche, die Kirche des Franziskanerklosters, das die Berliner „Graues Kloster" nannten – nach der Farbe der Ordenskutten. Das Überraschende ist die Lage: Sie liegt weniger als fünf Gehminuten vom Alexanderplatz entfernt, und doch geht die überwältigende Mehrzahl der Besucher achtlos vorbei, unterwegs zum Fernsehturm oder zu den Einkaufszentren.
Die Ursprünge
Die Kirche wurde um 1250 gegründet, als Berlin noch eine kleine Handelssiedlung an der Spree war. Der erste Steinbau wurde bald durch eine dreischiffige Basilika vollständig aus Backstein ersetzt, begonnen Ende des 13. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts vollendet. Dieses Detail hat mehr als ästhetisches Gewicht: Sie ist eines der ersten Stadtgebäude aus Ziegel und markiert den Beginn der Backsteingotik, jenes Stils, der später viele Kirchen Norddeutschlands prägen sollte. Mit der Reformation wurde das Kloster 1539 aufgelöst; die angeschlossenen Gebäude beherbergten später die erste Druckerei Berlins und eine Schule, durch deren Klassenräume Namen wie Schinkel und Bismarck gingen.
Die Zerstörung
Die Ruine, die man heute sieht, ist das Ergebnis des Krieges. Am 3. April 1945 zerstörte ein alliierter Luftangriff die Kirche: Die Gewölbe, Teile der Mauern und die Türme stürzten ein. In den folgenden Jahren nahmen Arbeiten an der U-Bahn und die Nachkriegsabbrüche weitere Stücke fort, während die Klostergebäude ganz abgerissen wurden. Die Umfassungsmauern wurden zwischen Ende der 1950er und den 1960er Jahren gesichert, und eine umfassendere Restaurierung 2002–2005 bewahrte die Struktur vor dem endgültigen Zerfall. Was bleibt, ist ein rotes Backsteinskelett unter freiem Himmel: Spitzbögen, leere Fenster, Strebepfeiler. Durch die Öffnungen rahmt sich überraschend der moderne Fernsehturm ein: Der Kontrast zwischen mittelalterlichen Ogiven und der Betonantenne ist der Grund, die Kamera bereitzuhalten.
Ein Ort für die Kunst
Seit 2016 gehört der Ort zum Bezirk Mitte (Bezirksamt Mitte) und wird als Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst genutzt. Jedes Jahr werden Künstler eingeladen, ortsspezifische Installationen im Dialog mit der Geschichte und dem großen Sanierungsprojekt Klosterviertel-Molkenmarkt zu realisieren. So findet man sich zwischen den entdeckten Schiffen mit einem Werk in der Mitte wieder, und meistens ist sonst niemand da: Andrang gibt es praktisch nicht.
Anreise
Die Anfahrt ist einfach: Die U-Bahn-Station Klosterstraße (Linie U2) liegt direkt daneben, eine Station mit historisch inspirierter Ausstattung, die selbst einen Blick wert ist. Der Eintritt zur Ruine ist frei, und das Gelände ist barrierefrei. Die von der Verwaltung angegebenen Öffnungszeiten reichen von April bis September, täglich von 10 bis 18 Uhr; im Winter sind die Installationen nur von außen durch die Gitter zu sehen. Da der Kalender aus Ausstellungen, Führungen und Konzerten von Saison zu Saison wechselt, prüft man die aktuellen Daten am besten vorher auf klosterruine.berlin. Ein halbstündiger Stopp, leicht mit einem Besuch am Alexanderplatz zu verbinden, um das älteste Stück des Ur-Berlins zu sehen.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Die Klosterruine in Berlin?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni e September, quando è meno affollata.
Die Klosterruine in Berlin è affollata?
Die Klosterruine in Berlin è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Die Klosterruine in Berlin?
Die Klosterruine in Berlin si trova in Mitte, Berlin, Deutschland.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Klosterstraße ~0 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Flughafen Berlin Brandenburg BER ~18 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.