Wo man in Aosta essen kann: Fondue, Carbonade und Bergaromen
Ein Wegweiser für gutes Essen in Aosta: Fonduta valdostana, Carbonade, Polenta concia, Osterie in der römischen Altstadt und Almgasthäuser. Lokale Tipps und Budgetempfehlungen.
Foto: Tiia Monto (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Aosta: Bergküche im Herzen der Alpen
Aosta ist eine kleine Alpenhauptstadt, deren Küche jahrhundertelange Anpassung an die Berge erzählt. Umgeben von Viertausendern, bietet diese Stadt mit ihrem überraschend reichen römischen Erbe (Augustusbogen, Theater, Stadtmauer) eine kräftige, warme Küche mit dem Duft von Fontina, Kastanien und Wild. Eine kulinarische Erfahrung, die sich von der jeder anderen italienischen Region unterscheidet.
Die typischen Gerichte, die man nicht verpassen sollte
Die Fonduta valdostana ist das Wahrzeichengericht: geschmolzener Fontina DOP mit Butter, Milch und Eigelb, serviert mit Croutons aus Schwarzbrot oder Polenta. Die Carbonade ist ein Rindergulasch, in Rotwein mit Gewürzen mariniert, langsam geschmort und mit Polenta serviert. Die Polenta concia, mit geschmolzenem Fontina und Butter verfeinert, ist ein Eintopfgericht, das an Winterabenden von innen wärmt.
Weitere unverzichtbare Klassiker: die Seupetta alla valpellinentze (eine im Ofen gratinierte Suppe aus Wirsing, Fontina und altbackenem Brot), die Mocetta (getrocknetes Gams- oder Rindfleisch), der Lardo d'Arnad DOP und die Costolette alla valdostana (paniert und mit Fontina und Schinken gefüllt).
Bei den Süßspeisen die Tegola (dünnes Mandelplätzchen) und die Crema di Cogne (Schokoladen-Panna-Cotta mit Génépi).
Die besten Viertel zum Essen
Die römische Altstadt
Die Via Porta Praetoria, die Via Sant'Anselmo und die Plätze zwischen dem römischen Theater und der Porta Pretoria versammeln Restaurants und Osterien in historischen Gebäuden mit Steingewölben. Hier findet man die authentischste Aostaner Küche, von festen Mittagsmenüs bis zu aufwendigen Abendessen mit Weinbegleitung.
Via Aubert und Domviertel
Die Gegend rund um den Dom und den Kreuzgang von Sant'Orso beherbergt intimere und feinere Lokale. Enotheken servieren Platten mit Mocetta, Lardo d'Arnad und Toma mit Bergblütenhonig, dazu Aostaner Weine (Petit Rouge, Fumin, Torrette).
Randviertel Porossan und Saint-Martin-de-Corléans
Außerhalb des Zentrums bieten Gasthöfe und Agriturismi vollständige Bergmenüs zu günstigeren Preisen. Ideal für alle, die das Almerlebnis suchen, ohne sich weit von der Stadt zu entfernen. Reichliche Portionen, im Winter ein brennender Kamin, im Sommer eine Panoramaterrasse.
Empfohlene Trattorien und Osterien
- Die Osterien der Altstadt servieren komplette Aostaner Menüs (gemischte Vorspeisen, Polenta- oder Suppengang, Carbonade oder Wild als Hauptgang, Dessert) für 30–40 Euro, Wein inklusive.
- Die Enotheken in der Via Aubert bieten leichtere Gerichte: Platten, Suppen, Salate mit Walnüssen und Toma, dazu Gläser autochthoner Weine für 4–6 Euro.
- Die Gasthäuser am Stadtrand haben wochentags Mittagsmenüs für 18–22 Euro mit Vorspeise, Hauptgang, Beilage und Kaffee.
Streetfood und Märkte
Der überdachte Markt an der Piazza Cavalieri di Vittorio Veneto findet dienstags und samstagvormittags statt: Stände mit Alm-Fontina, Toma, Aostaner Wurstwaren und Honig. Manche Stände verkaufen Sandwiches mit Mocetta und Fontina, perfekt fürs Mittagessen.
Beim Streetfood lohnt es sich, nach Ständen zu suchen, die während der Märkte und Feste Miasse (dünne Maismehl-Crêpes) mit Fontina und Speck verkaufen. Die Bäckereien entlang der Via Sant'Anselmo backen Roggenschwarzbrot und Walnussfocaccia zum Mitnehmen.
Spartipps
- Die Aostaner Platte mit Mocetta, Lardo, Toma und Honig kostet 10–14 Euro und ist eine sättigende Mahlzeit.
- Die Mittagsmenüs unter der Woche in den Trattorien außerhalb des Zentrums kosten 15–20 Euro inklusive allem.
- Die landwirtschaftlichen Genossenschaften am Stadtrand verkaufen Alm-Fontina zum halben Preis der Innenstadtläden.
- Der Aostaner Kaffee (Caffè alla Grolla, mit Grappa, Génépi und Gewürzen) wird in der Gruppe geteilt: 15–20 Euro für 4–6 Personen.
- Aostaner Weine in der Karaffe kosten weniger als eine Flasche und sind oft ausgezeichnet.
Einzigartige kulinarische Erlebnisse
Nehmt in einem traditionellen Restaurant an der Zeremonie der Grolla dell'amicizia teil: Der Aostaner Kaffee wird aus einer geschnitzten Holzschale mit mehreren Trinktüllen getrunken, die von Hand zu Hand geht. Im Sommer geht es hinauf auf eine Alm oberhalb von Aosta zum Mittagessen in Höhenlage mit taufrisch produziertem Fontina und Polenta über dem Holzfeuer. Im Winter dürft ihr die Fiera di Sant'Orso Ende Januar nicht verpassen, bei der die kulinarischen Stände sämtliche Spezialitäten der Region anbieten.
Um eure Aosta-Reise abzurunden
Entdeckt auch Wo man in Aosta übernachtet, um die perfekte Unterkunft zu finden, Was man in Aosta in 2 Tagen sehen kann für eine Route zwischen römischen Ruinen und Bergen, sowie Wie man nach Aosta kommt für die Reiseplanung.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Wo man in Aosta essen kann?
Il periodo consigliato è Januar, Februar, Juni, Juli, August, September e Dezember, quando è meno affollata.
Wo man in Aosta essen kann è affollata?
Wo man in Aosta essen kann è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Wo man in Aosta essen kann?
Wo man in Aosta essen kann si trova in Aosta, Aostatal, Italien.