Karst und Schluchten des Apuseni-Gebirges
Das Apuseni-Gebirge im Westen Rumäniens ist ein Kalkhochland aus Eishöhlen, tiefen Schluchten und abgeschiedenen Moți-Dörfern. Das Wandern ist hier noch bäuerlich und kaum entwickelt: eine Karstlandschaft abseits der ausgetretenen Pfade, ideal für alle, die authentische Bergnatur und -kultur suchen.
Foto: Dunemaire (CC BY 2.5) — Wikimedia Commons
Das Apuseni-Gebirge zählt nicht zu den höchsten Bergen Rumäniens, und vielleicht liegt gerade darin der Grund, warum es abseits der großen Routen bleibt. Während Wanderer die Kammlinien der Südkarpaten ansteuern, erstreckt sich hier im westlichen Rumänien ein niedriges, aber spektakuläres Kalkplateau, durchlöchert von Höhlen, durchzogen von Schluchten, die reißende Bergbäche in den Fels gegraben haben, und übersät mit Dörfern, in denen das Bergleben noch alten Rhythmen folgt. Es ist das Land der Moți, der bäuerlichen Gemeinschaften der Täler, und der Wandertourismus ist hier immer noch etwas Ländliches und beinahe Unsichtbares: keine Bergbahnen, kaum Schilder und das ständige Gefühl, in einer wenig berührten Welt zu gehen.
Der Karst
Der Fingerabdruck des Apuseni-Gebirges ist der Karst. Das Wasser hat den Kalkstein über Jahrtausende bearbeitet und ein außergewöhnliches System aus unterirdischen und oberirdischen Erscheinungen geformt. Die berühmteste ist die Höhle von Scărișoara, die einen der größten unterirdischen Gletscher Europas beherbergt, einen ewigen Eisblock, verborgen im Innern des Berges. Nur wenig entfernt bieten Schluchten wie Cheile Galbenei und die schmalen Canyons im Fels reizvolle Wege zwischen Felswänden, Stegen und Wasserquerungen. Die Region Padiș, ein Karsthochland im Herzen des Massivs, ist der Ausgangspunkt, um Dolinen, Schluckstellen und das berühmte Amphitheater von Cetățile Ponorului zu erkunden, wo ein Bach unter mächtigen Felsbögen verschwindet.
Die Wanderungen haben hier einen anderen Charakter als die großen Kammüberquerungen. Man geht mehr durch den Wald und entlang der Täler, steigt in die Schluchten hinab, klettert wieder zu den Hochebenen hoch – ein ständiger Wechsel aus Volumen und Leere, wie ihn nur die Karstlandschaft kennt. Padiș eignet sich hervorragend als Basis für Tagesrunden, die die spektakulärsten Karsterscheinungen streifen, während die Dörfer der Täler mit ihren verstreut über die Hänge liegenden Häusern die Gelegenheit bieten, das Gehen mit der Begegnung mit der lokalen Kultur zu verbinden. Erwarte keine extremen Höhen oder schwindelerregende Ausgesetztheit: Die Anstrengung liegt eher im ständigen Auf und Ab, in den feuchten und rutschigen Passagen nahe am Wasser und in der Länge mancher Runden.
Schwierigkeit der Route
Technisch gesehen ist das Gelände für konditionsstarke Wanderer machbar, allerdings mit einigen Vorsichten. In den Schluchten und in der Nähe der Höhlen kann der Untergrund nass und tückisch sein, einige Passagen erfordern Aufmerksamkeit und verlässliches Schuhwerk, und die Erkundung der anspruchsvolleren Höhlen sollten Ausgerüstete und Erfahrene übernehmen. Beschilderung gibt es, doch sie ist uneinheitlich – eine gute Karte und Referenztracks helfen, sich im Labyrinth aus Wegen und Tälern nicht zu verirren.
Anreise
Für die Anreise stützt man sich auf die Zentren im Westen Rumäniens: Die Region ist von Städten wie Cluj-Napoca und Oradea aus erreichbar, von wo aus man die Hochebenen über Straßen erklimmt, die zunehmend ländlicher werden. Der letzte Abschnitt nach Padiș und zu den inneren Dörfern ist unbequem und schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen, und gerade diese Isolation erklärt, warum das Apuseni-Gebirge so authentisch geblieben ist. Zum Übernachten bieten sich familiengeführte Gästehäuser und Pensiuni in den Dörfern an, die zugleich die Möglichkeit geben, die lokale Küche zu kosten und eine fragile Bergwirtschaft zu unterstützen.
Wann hinreisen
Empfehlenswert sind der späte Frühling und der frühe Herbst, wobei Mai und Juni tiefgrüne Wälder und wasserreiche Bäche schenken, während der September beständige Tage und warme Farben bringt. Den Hochsommer meidet man bewusst, wenn die wenigen bekannten Orte an Wochenenden voll werden können: In den Randmonaten und an Wochentagen findet man leicht wieder die Einsamkeit. Zu bedenken ist, dass Schluchten nach Regen gefährlich werden können und einige Eishöhlen ganzjährig kalt bleiben, sodass auch in milder Jahreszeit angemessene Kleidung nötig ist.
Ein praktischer Tipp: Prüfe stets die Wettervorhersage, bevor du dich in die Schluchten wagst, denn das Wasser kann rasch ansteigen, und nimm eine Stirnlampe sowie warme Schichten für die Besuche der Eishöhlen mit. Nimm dir Zeit, in den Moți-Dörfern zu verweilen und mit den Menschen zu sprechen: Im Apuseni-Gebirge ist die menschliche Landschaft ebenso wertvoll wie die natürliche – und der Schlüssel, um diesen vergessenen Winkel der Karpaten wirklich zu verstehen.
Praktische Reiseführer für Como
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Karst und Schluchten des Apuseni-Gebirges?
Il periodo consigliato è Mai, Juni e September, quando è meno affollata.
Dove si trova Karst und Schluchten des Apuseni-Gebirges?
Karst und Schluchten des Apuseni-Gebirges si trova in Apuseni-Gebirge, Rumänien.